Ärzte Zeitung, 26.08.2016

Internetsucht

Hilfs-Angebot im Netz

KÖLN. Bald finden Internetsüchtige Hilfe direkt im Netz. Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum startet ab 1. September eine Online-Ambulanz, kurz Oasis.

In einem ersten Schritt können Besucher dort über Webcams mit Experten sprechen und klären, ob bei ihnen oder ihren Angehörigen tatsächlich eine Internetsucht vorliegt. Sollte dies der Fall sein, wird den Betroffenen in einem zweiten Schritt geholfen, eine Therapieeinrichtung vor Ort zu finden.

So soll die Brücke zwischen digitaler und realer Welt geschlagen werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

"Viele Betroffene finden auf den herkömmlichen Wegen nicht in das Hilfesystem", erklärt Dr. Bert te Wildt, Initiator des Projektes und Leiter der Medienambulanz des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, zu dem die Klinik gehört.

In den ersten zwei Jahren wollen die Betreiber evaluieren, wie vielen Betroffenen mit dem Angebot geholfen werden kann und welche Zielgruppen erreicht werden. Danach soll der Online-Ambulanz-Service auch anderen deutschen Suchthilfesystemen zur Verfügung gestellt werden. (noe)

Hilfe finden Betroffene unter:

www.onlinesucht-ambulanz.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »