Ärzte Zeitung online, 07.09.2016

Abgeordnete zur Suizidprävention

Mehr Beratung und Aufklärung!

BERLIN. Eine bessere Suizidprävention haben drei Bundestagsabgeordnete anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September gefordert. Neben einer Aufklärungskampagne seien mehr Beratungs- und Unterstützungsangebote für verschiedene Zielgruppen nötig.

Auch sollte die Erkennung und Behandlung von Suizidalität stärker in der Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Gesundheits- und Sozialberufe berücksichtigt werden, fordern Maria Klein-Schmeink (Grüne), Dirk Heidenblut (SPD) und Birgit Wöllert (Linksfraktion).

Zwar sei 2002 das Nationale Suizidpräventionsprogramm aufgelegt worden. Doch dessen Vorschläge wurden bis heute nicht ausreichend verwirklicht.

Die Abgeordneten fordern, die Zahl spontaner Selbsttötungen müsse verringert werden. Dazu sollte der Zugang zu Schusswaffen und oft bei Suizidversuchen verwendeten Arzneimitteln eingeschränkt werden.

Im Jahr 2014 starben in Deutschland 10.209 Menschen durch Suizid. Die Zahl deren, die einen Selbsttötungsversuch unternommen haben, wird auch über 100.000 geschätzt. Diese Zahlen offenbarten "den dringenden Bedarf an Unterstützung von Menschen in Notlagen", heißt es in der Erklärung der drei Parlamentarier. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Bluttest erkennt acht Krebsformen gleichzeitig

Ein universeller Bluttest auf Krebs zur Früherkennung: Dieser Vision sind US-Forscher jetzt einen Schritt nähergekommen. mehr »