Ärzte Zeitung online, 12.12.2016

Cannabis in Apotheken

Kinderärzte warnen vor Liberalisierung

KÖLN. Die Pläne der Stadt Düsseldorf, die legale Abgabe von Cannabis an Erwachsene durch lizensierte Apotheken zu erproben, sind beim Berufsverband der Kinder- ärzte auf Kritik gestoßen.

Mit dem Vorhaben gefährde die Stadt Jugendliche, warnt Verbandssprecher Dr. Josef Kahl: "Cannabis ist eine gefährliche Droge, die Verharmlosung und Legalisierung steht im Gegensatz zu allen wissenschaftlichen Erkenntnissen."

Der Gedanke der Primärprävention werde mit den Plänen völlig konterkariert. "Wenn die Apotheken Cannabis abgeben dürfen, weichen wir auch den Jugendschutz auf. Es sei leicht für Jugendliche, volljährige Freunde vorzuschicken und sich die Droge besorgen zu lassen. (iss)

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[14.12.2016, 11:59:37]
Oliver Kliesch 
Ziel- oder Moralorientiert?
Es kommt wahrscheinlich darauf an, was man erreichen will.

Das die Drogenpolitik in Deutschland und dem Großteil der Welt bestenfalls wenig erfolgreich war, sondern überwiegend schlichtweg schädliche Folgen hatte, wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln.
Sehr erfolgreiche Modelle zur Reduktion von Rauschmittel Konsum, sog. Drogenkriminalität und vor allem dem Profit krimineller Drogenhändler gibt es dagegen auch, z.B. in Portugal (eine Legalisierung ist offenbar gar nicht nötig).

Politiker, die auf rechtstaatlicher Grundlage politische Entscheidungen treffen deswegen zu Kriminellen erklären zu wollen, ist dagegen ausgesprochen befremdlich. zum Beitrag »
[12.12.2016, 11:40:54]
Detlef Bunk 
Gewissen- und verantwortungslose Politiker
Es bestätigt sich der Eindruck, dass wir nun im Zeitalter der „spätrömischer Dekadenz“ und Zügellosigkeit leben: Gewissen- und verantwortungslose Politiker fördern das Zudröhnen der Bevölkerung mit Rauschmitteln.
Haben wir nicht schon genug Verrückte und Psychotherapiebedürftige in Deutschland?
Die Regierung, die so etwas legalisiert, sollte als kriminelle Vereinigung eingestuft werden!

Dr. Detlef Bunk
Psychotherapeut Essen

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