Ärzte Zeitung, 20.01.2017
 

Prävention in Mecklenburg-Vorpommern

Vereinbarung unterzeichnet

SCHWERIN. Land, Krankenkassen und weitere Sozialversicherungsträger in Mecklenburg-Vorpommern haben eine Landesrahmenvereinbarung Prävention und Gesundheitsvorsorge unterzeichnet. Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sieht darin den Grundstein für eine verbindliche Zusammenarbeit aller Akteure.

Die Krankenkassen richten eine gemeinsame Koordinierungsstelle ein. Mit der Bundesagentur für Arbeit wurde vereinbart, dass Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration möglichst mit Präventionsleistungen verzahnt werden sollen.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) soll bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen, Projekten und Interventionen auf regionaler und kommunaler Ebene regelhaft beteiligt werden. Allein die Krankenkassen werden jährlich rund 5,8 Millionen Euro für Prävention im Nordosten bereitstellen.

Rund 1,66 Millionen Euro sollen in Lebenswelten und für das Arbeitsleben ausgegeben werden. Das Land steuert 2,7 Millionen Euro für unterschiedliche Themen wie etwa Sucht bei. Die Opposition im Schweriner Landtag kritisierte die Vereinbarung als überfällig und forderte zusätzliche Mittel für den ÖGD, um diesen personell zu stärken. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »