Ärzte Zeitung online, 24.11.2017

Angebot für Ärzte

Hotline zum Kinderschutz rege nachgefragt

ULM. Eine im Sommer in Betrieb genommene Hotline zum Kinderschutz für medizinisches Fachpersonal wird nach Regierungsangaben gut genutzt. Ziel der rund um die Uhr angebotenen Telefonberatung sei es, "in Verdachtsfällen von Misshandlung und Missbrauch schnelle und kompetente rechtliche Orientierung für Mediziner bereitstellen zu können", sagte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums.

Die bundesweite Medizinische Kinderschutzhotline wird vom Universitätsklinikum Ulm in Kooperation mit dem Berliner DRK Klinikum Westend betrieben. Pro Jahr rechne man mit bis zu 1000 Fällen, sagte Professor Jörg M. Fegert, der Ärztliche Direktor der Ulmer Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Hotline wurde unter seiner Leitung entwickelt. Sie soll helfen, die Kommunikation und Kooperation zwischen Ärzten und Jugendämtern beim Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohlergehens zu verbessern. Insgesamt elf praxiserfahrene Ärzte stehen ihren Kollegen sowie anderen Angehörigen von Heilberufen mit telefonischem Rat zur Seite. (dpa)

Medizinische Kinderschutzhotline: Tel.: 0800/19 210 00

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Obwohl er querschnittsgelähmt ist, konnte ein Mann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »