Ärzte Zeitung online, 11.01.2018

Bundesversicherungsamt

Kassen knausern bei Ausgaben für Prävention

BONN. Mahnbrief aus dem Bundesversicherungsamt (BVA): Krankenkassen müssen sich bei ihren Aufwendungen an die genauen gesetzlichen Vorgaben halten, heißt es in einem Rundschreiben der Bonner Aufsichtsbehörde. Paragraf 20 SGB V schreibt den Kassen verbindliche Ausgabenwerte vor.

So mussten die Kassen im vergangenen Jahr für Prävention je Versichertem insgesamt mindestens 7,17 Euro bereitstellen. Anteilig enthalten sein müssen Ausgaben für Prävention in Lebenswelten und für die betriebliche Gesundheitsförderung von jeweils 2,05 Euro.

Das BVA hat bei der Prüfung der Haushaltsabschlüsse für 2016 ermittelt, dass nicht alle Kassen auf Ausgaben von – damals noch – sieben Euro gekommen sind. Die Mehrheit sei bei den Ausgaben für Prävention in Kita, Schule und Co. unter der Mindestvorgabe geblieben.

Die gesetzlichen Mindestwerte hätten "verpflichtenden Charakter", heißt es. Der jüngste Präventionsbericht hat die Strukturprobleme der Kassen gezeigt, das viele Geld sinnvoll unterzubringen. (fst)

Topics
Schlagworte
Prävention (3157)
Krankenkassen (18105)
Organisationen
BVA (506)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bundestag will zweite Runde für TSVG

Die erste Anhörungsrunde zum Termineservicegesetz verlief erwartungsgemäß kontrovers. Der Gesundheitsausschuss hat für den 13. Februar eine weitere Anhörung angesetzt. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »