Ärzte Zeitung online, 14.02.2018

DGIM

Check-up 35 nicht streichen!

NEU-ISENBURG. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) macht sich für eine Beibehaltung des Check-up 35 stark. Der Gesundheits-Check, den gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre in Anspruch nehmen können, wird derzeit im Gemeinsamen Bundesausschuss neu verhandelt.

Nachdem eine große Metaanalyse keinen Effekt auf die Überlebensrate gefunden hatte, sei der Wert solcher allgemeinen Gesundheitsuntersuchungen in Zweifel geraten, berichtet die DGIM. Dies verkenne jedoch die Vorteile jenseits solcher "harten Endpunkte". Diese liegen laut den Internisten etwa darin, dass sich bei den Teilnehmern der Blutdruck, der Cholesterinspiegel oder das Rauchverhalten verbessern ließen.

"Die Möglichkeit, den Gesundheitszustand unabhängig von Symptomen regelmäßig zu beurteilen und Anregungen für eine Anpassung des Lebensstils zu geben, kann man gar nicht hoch genug einschätzen", sagt DGIM-Generalsekretär Professor Dr. Ulrich R. Fölsch. Außerdem werde es dadurchleichter, Patienten zur Teilnahme an anderen Screenings – etwa zur Krebsvorsorge – zu motivieren.

Die DGIM sieht allerdings Verbesserungsmöglichkeiten, die sie in einem Diskussionspapier zusammengefasst hat. So sollte etwa auch der Serumkreatinin-Wert bestimmt werden. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »