Ärzte Zeitung online, 06.03.2018

Darmkrebsmonat

Stockende Krebs-Vorsorge

Kommentar von Wolfgang van den Bergh

vdb

Schreiben Sie dem Autor vdb@springer.com

Stillstand bei der Darmkrebsvorsorge! Das werfen die Initiatoren für ein organisiertes Darmkrebsscreening Politik und Selbstverwaltung vor. Fünf Jahre nach Einführung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes hat sich nicht viel getan, außer dass der wenig sensitive chemische Stuhltest durch den immunchemischen Stuhltest ersetzt wurde. Doch reicht das?

Beim Einladungsverfahren hakt es an allen Ecken und Enden – Fristen werden nicht eingehalten. Unklar ist, wie es weitergehen soll, sagte Christa Maar jüngst im Interview mit der "Ärzte Zeitung".

Die Chefin der Felix Burda Stiftung und des Netzwerks gegen Darmkrebs hat starke Verbündete: 17 Fachgesellschaften und Berufsverbände haben nun ein konkretes Konzept vorgelegt, wie die Vorsorge verbessert werden kann. Dabei geht‘s explizit auch um das Einladungsverfahren. Mit der Einladung sollen der Test und ein frankierter Umschlag fürs Labor verschickt werden. Das macht Sinn. Warum braucht der GBA so lange für eine solche Entscheidung?

Die AOK Baden Württemberg macht‘s jetzt vor und lässt den Erfolg der Kombi aus Einladung und Test im Rahmen ihres AOK-HausarztProgramms prüfen. Warum soll etwas, das in den Niederlanden gut funktioniert, bei uns scheitern?

Lesen Sie dazu auch:
Verbände werden aktiv: Darmkrebsscreening-Konzept in Eigenregie

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Patienten ihrem Arzt verschweigen

Als Arzt muss man damit rechnen, dass Patienten nicht alle gesundheitsrelevanten Infos offenlegen. Wann und warum sie diese verheimlichen, haben Psychologen analysiert. mehr »

Möglicher Prognosemarker entdeckt

Forscher haben einen Biomarker entdeckt, der bei Prostatakrebs-Patienten früh auf einen aggressiven Verlauf hinweisen könnte – und ein Computermodell entwickelt, das bei der Vorhersage hilft, wie sich der Tumor entwickelt. mehr »

Gewichtheben enttarnt Koronaranomalie

Krafttraining zur KHK-Prävention: Das funktionierte bei einem jungen Gewichtheber – allerdings auf unvorhergesehene Weise. mehr »