Ärzte Zeitung online, 24.04.2019

Rheinland-Pfalz

Impfpflicht für bestimmtes Personal

Ministerin kündigt verpflichtende Impfung für Personal in medizinischen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz an.

MAINZ. Eine Impfpflicht für bestimmte Personengruppen soll laut Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) in Rheinland-Pfalz eingeführt werden. „Impfungen sind eine der wichtigsten und gleichzeitig wirksamsten Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Infektionskrankheiten und können die Übertragung von Krankheiten, insbesondere auf geschwächte Personen, verhindern“, begründet Bätzing-Lichtenthäler den Plan.

In Rheinland-Pfalz soll sich demnach das Personal in medizinischen Einrichtungen mit Patientenkontakt künftig verpflichtend impfen lassen müssen.

„Noch in diesem Jahr werden wir die Hygieneordnung für medizinische Einrichtungen novellieren und die Leitungen in die Pflicht nehmen, einen Immunschutz beim Personal sicherzustellen“, kündigt Bätzing-Lichtenthäler im Vorfeld der Europäischen Impfwoche, die vom 24. bis 30. April stattfindet, per Pressemitteilung an. Dabei würden neben Masern auch die Erkrankungen Röteln, Windpocken und Mumps eine Rolle spielen.

Die Einführung einer bundesweiten Impfpflicht im Kindesalter steht die Ministerin zwar „aufgeschlossen“ gegenüber. Bätzing-Lichtenthäler hält jedoch angesichts hoher Impfquoten und wenigen Fällen im Kindesalter sowie der schwierigen Durchsetzbarkeit eine bundesweite Impfpflicht bei Kindern für nicht verhältnismäßig.

Die Impfquoten gegen Masern zum Zeitpunkt der Einschulung lägen in Rheinland-Pfalz deutlich über dem Bundesdurchschnitt. (ato)

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