Ärzte Zeitung, 12.07.2016

Drogenmissbrauch

Immer öfter Verhaltensstörungen

BERLIN/POTSDAM. Die Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg behandeln immer mehr Menschen mit psychischen und Verhaltensstörungen durch Drogen. Von 2010 bis 2014 stieg die Zahl der Patienten mit diesen Diagnosen um 9,4 Prozent, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

19.262 Patienten mit Drogenproblemen zählte es in den Berliner Krankenhäusern 2014, in Brandenburg waren es 12.529 Behandlungsfälle. Rund drei Viertel der Patienten waren Männer.Die meisten hatten Alkoholprobleme. Doch ist der Anteil der Alkoholkranken Klinikpatienten in Berlin mit 71,9 Prozent deutlich geringer als Brandenburg (86,2 Prozent). Patienten mit Verhaltensstörungen durch Opioide und multiplen Substanzgebrauch stellten in Berlin die nächstgrößten Gruppen. In Brandenburg war ebenfalls multipler Substanzgebrauch Ursache für viele weitere Behandlungsfälle gefolgt von Cannabinoiden. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

In Deutschland gibt es"weder Hölle noch Paradies"

Die Lebensumstände in Deutschland sind weitgehend gleichwertig - gemessen an 53 Indikatoren, die etwa Gesundheit, Arbeit und Freizeit berücksichtigen, so der "Deutschland-Report". mehr »

Wenn Welten aufeinandertreffen

Die urologische Versorgung in Ghana findet nur sehr eingeschränkt statt. Der Verein "Die Ärzte für Afrika" unterstützt sechs Kliniken vor Ort – eine Herzensangelegenheit. mehr »

Schlaganfall im Schlaf – Wann ist Thrombolyse möglich?

Liegt der Symptombeginn bei Schlagfall einige Stunden zurück, kommt eine Thrombolyse eigentlich nicht infrage. Forschern ist es nun gelungen, Patienten für die Therapie auszuwählen, auch ohne den Zeitpunkt des Insults zu kennen. mehr »