Ärzte Zeitung, 01.09.2016
 

Strafprozesse in Sachsen

Bessere Betreuung für Opfer

In Sachsen sollen Opfer noch nicht näher genannter Straftaten kostenfrei eine individuelle Unterstützung erhalten.

DRESDEN. In Sachsen sollen Opfer künftig einen Anspruch auf psychosoziale Betreuung im Rahmen eines Strafprozesses haben. Ein Gesetzentwurf werde dazu in den Landtag eingebracht, teilte Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) mit.

"Verletzte dürfen im Strafverfahren nicht erneut Opfer werden", sagte Gemkow. Die emotionale und psychologische Unterstützung werde dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Opfer noch nicht näher genannter Straftaten sollen die individuelle Unterstützung kostenfrei erhalten können. In jedem Fall soll eine Begleitung vor, während und nach dem Prozess möglich sein. Das neue Gesetz wirdregeln, welche Einrichtungen für die psychosoziale Prozessbegleitung anerkannt werden können. (lup)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »

Weltärztebund und Papst im Dialog zur Palliativmedizin

Seltene Kooperation: Weltärztebund und Papst sprechen sich für ein Sterben in Würde aus, aber gegen Euthanasie und assistiertem Selbstmord. mehr »