Ärzte Zeitung online, 21.11.2017

Vertreterversammlung

KV Rheinland-Pfalz beschließt Zuschuss zur Fortbildung für Gruppentherapie

Die KV Rheinland-Pfalz fördert ab 1. Januar Fort- und Weiterbildungen für Gruppentherapien.

MAINZ. Gruppentherapien rücken bei der KV Rheinland-Pfalz weiter in den Fokus. Bei der jüngsten Vertreterversammlung in Mainz haben die Delegierten beschlossen, niedergelassenen Psychotherapeuten und Ärzten künftig Fördermittel von bis zu 2500 Euro für Fort- und Weiterbildungen zur Gruppenpsychotherapie zur Verfügung zu stellen. Möglich ist dies ab 1. Januar 2018.

Im kommenden Jahr werden dafür insgesamt 250.000 Euro bereitgestellt. Die Mittel können für direkte Fort- und Weiterbildungskosten, zum Beispiel Seminargebühren und Supervisionskosten, beantragt werden.

"Gruppenpsychotherapien haben nicht nur den Vorteil, dass in der gleichen Zeit mehrere Patienten therapiert und somit die Therapiebedarfe besser abgedeckt werden können, sondern die Patienten können beispielsweise auch von den Erfahrungen und Anregungen anderer Patienten profitieren", hieß es zur Begründung.

Gruppentherapien stehen aber auch aus berufspolitischen Gründen aktuell höher im Kurs: Seit 1. Juli erhalten Psychotherapeuten 20 Prozent mehr Honorar für Gruppentherapien. Darauf hatten sich KBV und GKV-Spitzenverband im Zuge der Reform des Psychotherapeutenhonorars geeinigt.

Fördermittel beantragen kann, wer mindestens einen halben Versorgungsauftrag hat. Während eines Übergangszeitraums bis zum 30. Juni 2018 ist auch eine Förderung bereits begonnener Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen möglich. (aze)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »