Ärzte Zeitung online, 16.08.2018

Baden-Württemberg

Entlassung aus der Klinik ohne Info-Lücken

STUTTGART. Ein verbessertes Einweisungs- und Entlassmanagement zwischen Hausarztpraxen und Kliniken wird im Rahmen des AOK-Hausarztvertrags in Baden-Württemberg erprobt. Die ersten Patienten sind dazu in das vom Innovationsfonds geförderte Projekt VESPEERA (Versorgungskontinuität sichern: Patientenorientiertes Einweisungs- und Entlassmanagement in Hausarztpraxen und Krankenhäusern) eingeschrieben worden, teilten die Vertragspartner mit. Vorgesehen ist die Teilnahme von rund 100 Praxen, die am Hausarztvertrag teilnehmen sowie zehn Klinikstandorten.

Jeder sechste AOK-Patient werde nach einem stationären Aufenthalt binnen drei Monaten erneut eingewiesen. Doch an der Schnittstelle zwischen Hausärzten und Kliniken gebe es oft Informationsbrüche. Hier setzt das Projekt an und gehe inhaltlich über den Rahmenvertrag zum Entlassmanagement (Paragraf 39 Absatz 1a SGB V) hinaus, heißt es. Gestärkt werden soll der Hausarzt als Versorgungssteuerer. Eines seiner Instrumente ist der strukturierte Einweisungsbrief, der das Krankenhaus bei der Entlassplanung unterstützen soll. Ergebnisse sollen bis Herbst 2020 vorliegen. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »