Ärzte Zeitung online, 04.02.2014

Integrierte Versorgung

BDI öffnet sich für Selektivverträge

Der Berufsverband Deutscher Internisten geht in die Offensive: Er strebt Vollverträge aus einem Guss an, bei denen auch der stationäre Sektor einbezogen wird.

WIESBADEN. Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) will in Zukunft regional und überregional als Anbieter von Selektivverträgen auftreten.

Der Berufsverband strebt Vollverträge an, die sowohl die hausarztzentrierte Versorgung nach Paragraf 73b SGB V, die fachärztliche Versorgung (Paragraf 73c) sowie die stationäre Versorgung (Paragrafen 140a ff, 116b, 115a SGB V) einbeziehen.

Die vertragsärztliche Tätigkeit soll mit diesem Schritt attraktiver gemacht und die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren des Gesundheitswesens gefördert werden, heißt es in einer Mitteilung.

Die Honorarumverteilung durch die KBV führe zu einer besonderen Benachteiligung der Internisten. "Daran ist vor allem die Budgetierung schuld", kritisiert BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack.

Die Verträge sollen mit den Kostenträgern verhandelt und über ein geeignetes Abrechnungszentrum abgewickelt werden. Im stationären Sektor geht es dabei aus BDI-Sicht primär nicht um aktive Honorarsicherung, sondern um optimierte Versorgungsprozesse an der Schnittstelle ambulant/stationär.

Die Integration des stationären Sektors biete den Vorteil einer internistischen Behandlung aus einem Guss, heißt es weiter.

Hier sei der BDI prädestiniert, entsprechende Versorgungsprogramme anzubieten. Der Verband bekundet seine Bereitschaft, mit allen notwendigen Vertragspartnern zu verhandeln. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »