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Ärzte Zeitung, 16.01.2015

Hausarztverträge

Honorar steigt auf mehr als eine Milliarde

BERLIN. Das Honorarvolumen der Hausarztverträge wird aller Voraussicht nach in diesem Jahr wieder über die Milliarden-Euro-Grenze zurückkehren.

Grund sei die Zunahme an Verträgen, die zu einer immer höheren Dichte bei der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) führe, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, am Donnerstag in Berlin.

Zwischenzeitlich war das Honorarvolumen auf unter eine Milliarde Euro gesunken. 2014 hatten die 16.500 an der hausarztzentrierten Versorgung teilnehmenden Ärzte damit knapp mehr als 800 Millionen Euro extrabudgetär erwirtschaftet.

In die Programme eingeschrieben seien derzeit rund 3,7 Millionen Patienten, berichtete Weigeldt. Anfang 2014 seien es erst 3,2 Millionen gewesen. Bis 2016 werde sich die Zahl auf mehr als sieben Millionen Teilnehmer verdoppeln, schätzte der Verbandsvorsitzende.

 Zentren der hausarztzentrierten Versorgung seien nach wie vor Baden-Württemberg mit 1,7 Millionen eingeschriebenen Patienten und Bayern mit 1,4 Millionen.

Aufwachsende Teilnehmerzahlen erwartet der Hausärzteverband zum Beispiel in Niedersachsen durch einen aktuellen Vertrag mit der Techniker Krankenkasse.

Für bis zu 70 Betriebskrankenkassen hat auch der Dienstleister SpektrumK Verträge abgeschlossen, die im zweiten Quartal wirksam werden.

"Wo die Blockaden weniger werden, entwickelt sich umgehend der Trend, die Hausarztverträge anzunehmen", sagte Weigeldt.

Die Bundesregierung hat der HzV mit dem Entwurf des Versorgungsstärkungsgesetzes den Rücken gestärkt. So soll für die Kassen die Pflicht entfallen, Einzelheiten der Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung in ihren Satzungen zu regeln.

Versicherten will der Gesetzgeber Zugangshindernisse zur HzV aus dem Weg räumen, indem er die Honorarbereinigung gängiger zu machen plant. (af)

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