Ärzte Zeitung online, 13.05.2015

Osteoporose

Gute Noten für Vorsorgeprogramm

Das Kompetenznetzwerk Rheinland legt die Ergebnisse einer Patientenbefragung vor.

KÖLN. Die meisten Patienten fühlen sich im Vorsorgeprogramm Osteoporose des Kompetenznetzwerks Osteoporose Rheinland und der AOK Rheinland/Hamburg offenbar gut aufgehoben.

Zwei Drittel haben das Gefühl, dass sie von der integrierten Versorgung profitiert haben, fast drei Viertel würden das Angebot weiterempfehlen.

Das zeigt eine Befragung in der Region Aachen. Einbezogen waren gut 400 Patienten, mehr als die Hälfte schickten den Fragebogen zurück.

Das Modell der integrierten Versorgung setzt auf die enge Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten sowie Kliniken. Die beteiligten Ärzte stützen sich bei der Behandlung auf die S3-Leitlinie Osteoporose.

Schwerpunkte des Programms sind neben der engmaschigen Betreuung die Früherkennung, die Information und die Beratung der Patienten.

Bislang haben knapp 7000 Patienten teilgenommen. Nach einer wissenschaftlichen Auswertung nehmen sie deutlich mehr Osteoporose-Medikamente als Patienten in der Regelversorgung, aber weniger Schmerzmittel. Die Zahl der Knochenbrüche und der osteoporosebedingten Krankenhauseinweisungen ist geringer.

In der Befragung gaben 57,1 Prozent der Programmteilnehmer an, dass sie durch die Therapie ihren Alltag besser bewältigen können als vorher.

84,1 Prozent nehmen ihre Medikamente regelmäßig ein. 15,5 Prozent der Osteoporose-Kranken hatten im zurückliegenden Jahr eine Wirbelkörperfraktur erlitten, sie alle wurden ambulant behandelt. 85,8 Prozent waren zufrieden mit ihrem Arzt.

Die Befragung hat auch Mängel aufgezeigt. Nur bei einem Viertel der Teilnehmer hatte der Arzt einen Sturztest gemacht. Als Konsequenz ist ein zusätzliches Modul zum Sturztest in die integrierte Versorgung eingebaut worden.

"Die positiven Bewertungen durch die Teilnehmer zeigen uns, dass wir mit den Elementen des Vorsorgeprogramms richtig liegen", sagt der Vorstandschef der AOK Rheinland/Hamburg Günter Wältermann.

Er bezeichnet es als besonders wichtig, die Lebensqualität der meist älteren Betroffenen zu erhöhen. (iss)

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