Ärzte Zeitung, 11.06.2014
 

AOK Bayern

Ausstieg aus Hausarztvertrag jetzt möglich

Mit Blick auf das bevorstehende Schiedsverfahren um einen neuen Hausarztvertrag baut die AOK Bayern weiteren Druck auf.

MÜNCHEN. Die AOK Bayern hat jetzt ihre Versicherten, die am Hausarztvertrag teilnehmen, darüber informiert, dass sie für diesen Vertrag ein außerordentliches Kündigungsrecht haben. Der Grund: Der aktuelle Hausarztvertrag wurde von der AOK bereits im vergangenen Jahr gekündigt und läuft Ende des Monats offiziell aus.

Nachdem die Verhandlungen zwischen dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) und der AOK über einen neuen Vertrag zu keinem Ergebnis geführt hatten, wurde auf Antrag der BHÄV inzwischen ein Schiedsverfahren eingeleitet. Auch hier gibt es bislang noch kein Ergebnis. Die Inhalte des alten Vertrages gelten daher übergangsweise für die nächsten zwei Quartale weiter.

Die Information der eingeschriebenen AOK-Versicherten erfolge nach einer Aufforderung des Vorsitzenden der Schiedsstelle und stehe im Zusammenhang mit der aktuellen Vertragssituation, betonte die AOK am Dienstag. Anderslautende Informationen einzelner Ärzte vor Ort seien nicht seriös.

Versicherte, die weiter an der HzV teilnehmen wollen, brauchen nach Angaben der AOK nichts zu unternehmen. Wer hingegen aus dem Hausarztvertrag ausscheiden wolle, müsse jetzt kündigen, um in die Regelversorgung zu wechseln.

In ihrer Mitteilung versichert die AOK, dass sie ihren Versicherten baldmöglichst einen neuen Hausarztvertrag anbieten wolle. Dieser müsse jedoch "qualitativ hochwertige Leistungen beinhalten, von denen die Patienten in besonderem Maße profitieren", so die AOK. (sto)

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