Ärzte Zeitung, 10.09.2014

Kommentar zur HzV

Keine Eintagsfliege

Von Florian Staeck

Für die Vertragspartner der hausarztzentrierten Versorgung (HzV) in Baden-Württemberg war das ein guter Tag: Die am Dienstag vorgestellte Evaluation der HzV verdeutlicht, dass sich die positiven Versorgungseffekte, die sich in der ersten Evaluation angedeutet hatten, bestätigen.

Die 2012 präsentierten Ergebnisse basierten auf einem schmalen Untersuchungszeitraum von Mitte 2008 bis Ende 2010. Die Wissenschaftler der Universitäten Frankfurt und Heidelberg konnten damals nur erste Trendeffekte der alternativen Versorgungsstruktur erkennen.

Denn mit der HzV wird die Versorgung nicht wie mit einem Schalter umgelegt.

Um so wichtiger war es für AOK, Hausärzteverband und Medi in Baden-Württemberg, dass die neue Evaluation mit Daten aus den Jahren 2011 und 2012 nun den konkreten Nutzen für die Patienten belegt. Und das tut sie - gerade für alte und multimorbide Versicherte.

Nirgends in der Republik wird die HzV mit einer Konsequenz gelebt wie in Baden-Württemberg.

Mit den Ergebnissen der Evaluation im Gepäck verdeutlicht sich, dass die klug aufgestellte HzV im Südwesten keine Eintagsfliege bleiben wird, sondern ein Stachel im Fleisch der Kollektiversorgung.

Das ist Vertragswettbewerb im Wortsinne.

Lesen Sie dazu auch:
Baden-Württemberg: Chroniker profitieren von HzV am stärksten

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

Stammzelltherapie stoppt aggressive MS

Je früher, desto wirksamer – auch bei der autologen Stammzelltransplantation: Die Aktivität der Multiplen Sklerose lässt sich wohl komplett unterbinden, wenn die Methode als First-line-Therapie eingesetzt wird. mehr »