Ärzte Zeitung online, 13.11.2017

Unterstützung für Diabetes-Patienten

Betriebskassen betonen Vorteile der HzV

STUTTGART. Das Hausarztprogramm "BKK.Mein Hausarzt" ermöglicht eine intensivierte Betreuung von Diabetes-Typ 2-Patienten in der Hausarztpraxis. Darauf haben die Vertragspartner, die Betriebskrankenkassen, der Hausärzteverband Baden-Württemberg und Medi Baden-Württemberg hingewiesen. Schon heute entfiel ein Fünftel der gesamten Leistungsausgaben der Kassen auf die Behandlung von Diabetes und der Folgekomplikationen für die Patienten.

Das Angebot "VERAH TopVersorgt" im Rahmen des BKK-Hausarztvertrags richte sich an Versicherte mit Diabetes Typ 2, bei denen sich Komplikationen entwickelt haben. Sie werden daher auch von der "Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis" (VERAH) betreut. Die Fachangestellte könnte helfen, Entgleisungstendenzen des Blutzuckers oder eine unzulängliche Einstellungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit dem Hausarzt gegenzusteuern. Auch bei der Erarbeitung alltagstauglicher Strategien für eine bessere Blutzuckereinstellung werde die VERAH gemeinsam mit dem Patienten tätig.

Die Vertragspartner zeigten sich überzeugt, dass die VERAH für die betroffenen Patienten eine wertvolle Unterstützung sein kann. Durch geschulte Patienten könne auch die Zahl notfallmäßiger Krankenhausaufnahmen verringert werden. Schließlich könne die Anleitung zum eigenverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung auch zu einem Zugewinn an Lebensqualität führen. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Kokain auf Brust und Herz schlägt

Down nach dem High: Ein junger Mann kommt mit Brustschmerzen in die Notaufnahme, er hat am Tag zuvor Kokain konsumiert. Die Diagnostik ergibt einen überraschenden Befund. mehr »

Immer mehr BU-Fälle durch die Psyche

Der lange Arm der Leistungsgesellschaft oder einfach bessere Diagnose? Eine sprunghaft steigende Anzahl von Arbeitnehmern scheidet wegen psychischer Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben aus. mehr »

Fehlerquelle Entlassbriefe

Unbekannte Abkürzungen und Therapieempfehlungen, die nicht zum Befund passen: Eine Umfrage unter Hausärzten deckt Verbesserungspotenzial in Entlassbriefen auf. mehr »