Ärzte Zeitung online, 11.05.2009

Narkoseärzte wollen über Kosten und Nutzen reden

LEIPZIG (dpa). Narkoseärzte in Deutschland fordern eine offene Diskussion über die ökonomischen Grenzen der Intensivmedizin. Medizinisch sei vieles möglich. In Zeiten knapper Kassen müsse aber gefragt werden, welche Behandlungen tatsächlich gemacht werden, sagte Professor Joachim Boldt, der Präsident des Deutschen Anästhesie-Congresses, der noch bis zum Dienstag in Leipzig tagt.

"Politiker lassen uns allein mit den Fragen, jeder Patient hat das Recht auf eine gute medizinische Versorgung", beklagte Boldt. Wirtschaftliche Zwänge müssten angesprochen werden. "Ökonomisches Denken heißt nicht automatisch unethisches Denken", betonte er.

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