Ärzte Zeitung online, 06.08.2009

Tötung auf Verlangen: Zwei Jahre Bewährungsstrafe

FULDA (dpa). Wegen sogenannter Tötung auf Verlangen hat das Landgericht Fulda am Mittwoch einen 51-jährigen Mann aus Fulda zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt. Außerdem muss er 10 000 Euro an die Staatskasse und insgesamt 10 000 Euro für wohltätige Zwecke zahlen.

Der Verurteilte hatte seiner 48-jährigen depressiven, aber körperlich gesunden Ehefrau beim Suizid geholfen. Die Apothekerin hatte sich selbst eine Nasensonde gelegt und vier Spritzen mit dem Betablocker Metoprolol verabreicht. Auf ihre Anweisung hin hatte der Ehemann ihr vier weitere Spritzen gegeben und eine große Menge Kamillentee, damit das Medikament schneller wirkt.

Der Angeklagte nahm das Urteil unbewegt auf. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate Haft gefordert. Der Verteidiger zeigte sich zufrieden, er hatte auf ein Jahr und sechs Monate mit Bewährung plädiert.

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