Ärzte Zeitung, 20.07.2010

"Tötung völlig überflüssig"

Palliativmediziner kritisieren Suizidhilfebereitschaft

NEU-ISENBURG (rbü). Palliativmediziner sind über die hohe Bereitschaft zur Sterbehilfe in der Ärzteschaft empört. Eine Umfrage der Bundesärztekammer hatte ergeben, dass für ein Viertel der Ärzte aktive Sterbehilfe infrage käme. Durch Hospizarbeit und Schmerztherapie sei die aktive Tötung von Patienten aber völlig überflüssig, urteilt die Deutsche Palliativ-Stiftung. Der Wunsch zur Lebensverkürzung werde oft aus Unkenntnis über Möglichkeiten der Schmerztherapie geäußert, sagt Vorsitzender Thomas Sitte. Palliatives Denken habe offenbar noch nicht die dringend nötige Verbreitung gefunden. Die Deutsche Hospizstiftung fordert zudem eine bessere ethische Schulung der Ärzte anhand von Fallbeispielen. Das Standesrecht reiche anscheinend nicht aus, kommentiert die Patientenschutzorganisation das Umfrageergebnis. Ein Knackpunkt sei jedoch die fehlende flächendeckende Versorgung. Wenn nur acht Prozent von jährlich mehr als 800 000 Sterbenden palliative Angebote erhalten, sei dies ein Armutszeugnis, so die Stiftung.

[20.07.2010, 17:49:49]
Astrid Roßmeier 
"Tötung ist völlig überflüssig"
In dem Artikel vom 20.07.2010 wird berichtet, dass die Palliativmediziner empört über die hohe Bereitschaft einiger Ärtze sind, das Leben eines Prä-Finalen Patienten frühzeitig zu beenden. Sicherlich ist eine aktive Strebehilfe immer aus mehreren Punkten zu betrachten. Ersteinmal, was wünscht der Patiennt? Ist es nicht unehtisch als Arzt einem Patienten eine Behandlung in der Forum zu verwehren, die er wünscht? Der Patient wird früher oder später sowieso sterben, vernutlich dann auf einer Weise, die er niemals wollte. Sicher gibt es in der Palliativmedizin gute Methoden, einen Patienten schmerzfrei zu machen. Doch was ist das für ein Leben? Ich möchte nicht mit endlos vielen Medikamenten vollgepumpt auf einer Station oder auch zu hause liegen und nicht mehr Herr meiner Sinne zu sein, da ich alle Formen der Opiate in mir habe. Und ich bin mir sicher, dass dieses auch nicht im Interesse des Patienten und auch der Angehörigen ist. Denn sollte nicht der Wille eines jeden Menschen bei einer ärtzlichen Behandlung im Vordergrund stehen? Und sollte es nicht aus ethischer Sicht betrachtet werden, dem Wunsch des Patienten nach zu kommen?
Ich kann die Empörung nicht wirklich nach vollziehen, da ich dafür bin, einen Menschen würdig aus dem Leben gehen zu lassen. Und ich denke mit der akriven Sterbehilfe, die ich keinesfalls als Mord oder Tötung ansehe, kann man vielen Menschen, das Leben, so makarber es klingen mag, erleichtern. Ich selber habe viele Menschen qualvoll sterben sehen, da es immer noch zu viele Mediziner gibt, die vor der aktiven Sterbehilfe zurückschrecken. Ich finde es falsch und unethisch, einen Menschen leiden zu lassen, der nicht mehr leben will, auf Grund seiner unheilbaren und tödlichen Krankheit. Man sollte, wie es im Grundgesetzt steht, jedem Menschen seine Würde lassen. Und und dazu zählt für mich auch die aktive Sterbehilfe.
Sicher spielt bei der aktiven Sterbehilfe auch immer der Faktor eine Rolle, wie weit die Krankheit vorangeschritten ist. Ich beziehe mich mit meinen Aussagen auch nur auf Prä-Finale Patienten.  zum Beitrag »

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