Ärzte Zeitung online, 27.09.2010

Kinderhospize wollen Topmanager als Botschafter

BERLIN (dpa). Deutschlands Kinderhospize wollen ein Jahr lang Topmanager für ihre Öffentlichkeitsarbeit gewinnen. Jeweils eine Woche lang sollen diese als Botschafter unter anderem auf die schwierige finanzielle Situation der Häuser aufmerksam machen, teilte die Bundesstiftung Kinderhospiz am Montag mit.

Nur rund 40 Prozent der Kosten für ein schwer krankes Kind werden der Stiftung zufolge über die Krankenkassen finanziert. Der Rest müsse durch Spenden gedeckt werden.

Zugesagt als Botschafter hätten bisher unter anderen Manager der Badischen Beamtenbank, der Autostadt Wolfsburg und der Berliner Vivantes-Kliniken.

In Deutschland gebe es rund 20 000 Kinder, die so schwer krank sind, dass sie wahrscheinlich nicht erwachsen werden. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 2500 Kinder an ihren Krankheiten.

Nach Angaben der Stiftung gibt es in Deutschland neun stationäre Kinderhospize, neun weitere seien im Aufbau. Hinzu kommen ambulante Dienste. Kinderhospize sind keine reinen Sterbeorte. Sie nehmen auch schwerstkranke Kinder in Pflege, um deren Familien für einige Wochen zu entlasten.

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