Ärzte Zeitung, 07.03.2011

Käßmann lobt Position der BÄK zur Sterbehilfe

DARMSTADT (ine). Als einen wichtigen Schritt hat die frühere Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands, Margot Käßmann, die überarbeiteten Grundsätze der Bundesärztekammer (BÄK) zur ärztlichen Sterbebegleitung bezeichnet.

"Wenn Menschen sich für aktive Sterbehilfe aussprechen, dann ist dies meist ein Zeichen dafür wie groß die Angst vor dem Sterben ist", sagte Käßmann auf dem 5. Hessischen Palliativtag in Darmstadt. Deutschland sei mit seinen etwa 1000 ausgebildeten Medizinern immer noch ein Entwicklungsland auf dem Gebiet der Palliativmedizin, kritisierte Käßmann.

"Wir brauchen die Palliativmedizin als Pflichtfach in der medizinischen Ausbildung." Zu ihren Forderungen gehört auch, die Patientenrechte zu stärken und Patientenverfügungen zu respektieren: "Wenn jemand in seiner letzten Lebensphase nicht künstlich ernährt werden möchte, sollten wir das akzeptieren."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Aspekte schinden den Körper von Astronauten

Die Forschung auf der ISS liefert wichtige Erkenntnisse, ist aber Schwerstarbeit für den Organismus. Was passiert dabei mit dem Körper genau – und wozu das Ganze? mehr »

GBA warnt Spahn vor GKV-Systembruch

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Doch glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »