Ärzte Zeitung, 28.03.2011

Neue Stiftung fördert Arbeit in Hospizen

Optimismus mit Blick auf Änderung des Betäubungsmittelgesetzes im Interesse von SAPV-Patienten

BERLIN (af/fuh). Die qualifizierte Fortbildung von Mitarbeitern in Hospizen ist Schwerpunkt der neu gegründeten Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung.

Die Stiftung, die sich am 25. März in Berlin konstituiert hat, will sich politisch auch für Palliativmediziner einsetzen.

Der Fuldaer Schmerztherapeut und Palliativarzt Thomas Sitte ist unterdessen auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt mit dem Deutschen Schmerzpreis ausgezeichnet worden. Er habe es mit großem persönlichem Engagement geschafft, die Politik mit Blick auf die Realisierung palliativmedizinischer Versorgung in die Pflicht zu nehmen, heißt es in der Begründung für die Preisverleihung.

Sitte war in Hessen maßgeblich an der Ausgestaltung der "Verträge zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) beteiligt und gründete 2010 die Deutsche PalliativStiftung.

Vertreter beider Stiftungen zeigen sich optimistisch, dass es in Zukunft gelingt, Ärzte straffrei zu stellen, die an ihre zu Hause sterbenden Patienten übers Wochenende kleine Mengen starker Schmerzmittel abgeben. Dazu müsste das Betäubungsmittelgesetz geändert werden. Es gibt derzeit Verhandlungen mit dem Bundesgesundheitsministerium.

Hinter der neu gegründeten Stiftung steht der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, der Dachverband von rund 1000 Hospizvereinen. Ausgestattet ist die neue Stiftung mit einem Kapital von insgesamt 50.000 Euro.

Lesen Sie dazu auch:
"Gute Medizin misst sich am Umgang mit Schwerstkranken"

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