Ärzte Zeitung, 31.03.2014

Landkreis Oberhavel

Stationäres Hospiz geplant

POTSDAM/ORANIENBURGR. Der Brandenburger Landkreis Oberhavel erhält sein erstes stationäres Hospiz. Die Oberhavel Kliniken GmbH will die Einrichtung im Oktober in Oranienburg eröffnen.

"Bereits vor 15 Jahren bestand in Oranienburg der Wunsch nach einem stationären Hospiz, doch der Bedarfsplan des Landes hat damals in dieser Stadt kein Hospiz vorgesehen", so Geschäftsführer Dr. Detlef Troppens.

Das Hospiz wird mit jeweils 19 Quadratmeter großen Einzelzimmern für bis zu zwölf schwerstkranke und pflegebedürftige Personen und zwei Gästezimmern ausgestattet. Vorgesehen sind auch Therapieräume, ein Wohnraum, ein Raum der Stille und ein Entspannungsbad. Etwa 120 Patienten werden jährlich erwartet.Zum Betrieb des Hospizes gründet sich derzeit eine Betreibergesellschaft der Oberhavel Kliniken GmbH.

Zudem gibt es einen Förderverein, der Spenden für das Hospiz organisiert. "Das ist ein für Deutschland besonderes Modell, für Hospize aber üblich", so Troppens.

Er verweist darauf, dass die Kranken- und Pflegekassen die laufenden Kosten von Hospizen nur zu 90 Prozent abdecken würden, und diese Einrichtungen daher grundsätzlich auf Spenden angewiesen seien, um die Finanzierung abzusichern. (ami)

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