Ärzte Zeitung, 06.10.2015

Palliativmedizin

Sterbende in Deutschland gut betreut

SINGAPUR. Die Betreuung Sterbender hat sich in Deutschland seit 2010 verbessert - so gut wie in Großbritannien ist die Lage nach einer neuen Studie aber längst noch nicht.

Die Lien-Stiftung aus Singapur lobt am Dienstag in ihrem zum zweiten Mal erstellten Index zur Sterbequalität weltweit, dass palliative Pflege in Deutschland bezahlbar sei.

Auch Informationskampagnen, um das Thema Tod aus der Tabu-Ecke zu holen, bekommen gute Noten. Insgesamt liegt Deutschland auf Platz sieben unter 80 Ländern, einen Platz besser als 2010.

Großbritannien bleibt Spitzenreiter, wie vor fünf Jahren, gefolgt von Australien und Neuseeland. "Es ist der beste Ort der Welt für schmerzlindernde Behandlung am Ende des Lebens", heißt es in der Studie. Hospize seien bestens ausgestattet, die Betreuung dort kostenlos. Wohlstand spiele eine große Rolle, schreibt die Stiftung.

Aber nicht alle reichen Länder böten gute Sterbebegleitung. Die Schweiz, Schweden und Österreich landen nur auf den Plätzen 15 bis 17.

Als bestes Entwicklungsland landet die Mongolei auf Platz 28. Schlusslichter sind die Philippinen, Bangladesch und der Irak. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Häufiger Anaphylaxie unter Erdnuss-Immuntherapie

Schlechte Nachrichten für Patienten mit Erdnuss-Allergie: Einer Meta-Analyse zufolge traten unter einer oralen Immuntherapie bei Kindern deutlich mehr allergische Reaktionen auf. mehr »

Unterschiedliche Positionen zur Impfpflicht

Im internationalen Vergleich steht Deutschland in Sachen Masern-Impfschutz gar nicht so schlecht da. Ein Grund, sich auszuruhen, ist das nicht, meinen Ärztevertreter. Doch wie weit sollte eine Impfpflicht gehen? mehr »

Honorar für Leichenschau soll mehr als verdoppelt werden

Eine Arztstunde für rund 220 Euro: Gesundheitsminister Jens Spahn plant eine Neubewertung der Leichenschau in der GOÄ ab 2020. Bei den Ärzten stößt er damit auf Gegenliebe. mehr »