Ärzte Zeitung online, 10.03.2017

Schweiz

Sterbehilfeverein wächst um 12 000 Mitglieder

ZÜRICH. Der größte Schweizer Sterbehilfe-Verein Exit hat 2015 mehr als 12 000 neue Mitglieder aufgenommen. Insgesamt komme der Verein damit auf fast 105 000 Mitglieder, berichtete er am Donnerstag in Zürich. Mitarbeiter hätten im vergangenen Jahr 3500 Anfragen für Sterbehilfe erhalten und 722 Kranke in den selbstbestimmten Tod begleitet. Im Jahr davor waren es 782. Das sei der erste Rückgang seit 2008 gewesen.

Exit ist in der deutschen- und italienischsprachigen Schweiz aktiv. Mitglieder müssen Schweizer sein oder ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, wie Vorstandsmitglied Jürg Wiler berichtete. Der Jahresbeitrag liegt bei 45 Franken (42 Euro). Im ganzen Land gibt es fast ein Dutzend Sterbehilfevereine. Die Mitgliederzahl steige, weil die Gesellschaft altere, hieß es. Die begleiteten Kranken seien im Schnitt 76,7 Jahre alt gewesen. Der Rückgang der Freitodbegleitungen könne mit einem besseren Angebot von Palliativmedizin für Schwerkranke und dem wachsenden Angebot anderer Sterbehilfeorganisationen zusammenhängen. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »