Ärzte Zeitung, 10.06.2013

Leitartikel zum Gesundheitsmonitoring

Es gibt noch viel zu tun

Wir sind auf einem guten Weg. Das vermittelt die "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS), die das Befinden der Bundesbürger beleuchtet. Sie zeigt aber auch, dass noch reichlich Verbesserungsbedarf besteht.

Von Christine Starostzik

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Mehr als drei Viertel aller Deutschen schätzen ihren Gesundheitszustand gut ein.

© Gina Sanders / Fotolia.com

Die gute Nachricht zuerst: Mehr als drei Viertel der Männer und Frauen quer durch alle Altersgruppen halten ihren Gesundheitszustand für gut oder sehr gut.

Dies ist eines der positiven Ergebnisse der ersten Erhebungswelle der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS1) aus den Jahren 2008 bis 2011 mit rund 8000 Probanden zwischen 18 und 79 Jahren, die das Robert Koch-Institut (RKI) jetzt veröffentlicht hat.

An 180 Orten stellten sich die Teilnehmer körperlichen Untersuchungen, Tests und Befragungen.

Die DEGS1 brachte noch mehr Erfreuliches zutage: Die Menschen in Deutschland schätzen ihre allgemeine Gesundheit heute deutlich besser ein als bei Befragungen in den 90er-Jahren.

Dieses Gefühl macht auch vor den Ältesten nicht halt: Jeder Zweite über 70 hält seinen Gesundheitszustand für gut oder sehr gut. "Deutliche Einschränkungen sind überraschend selten", meint Dr. Judith Fuchs vom RKI zum Funktionsniveau in diesem Alter.

Möglicherweise liegt das auch daran, dass mehr Menschen selbst etwas für ihr Wohlbefinden tun: 22 Prozent aller Frauen und 11 Prozent der Männer gaben an, im vergangenen Jahr an mindestens an einer präventiven Maßnahme zu Ernährung, Entspannung oder körperlicher Aktivität teilgenommen zu haben.

Die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag schaffen allerdings gerade mal 15 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer. Und auch wenn jeder vierte Erwachsene mittlerweile mindestens zwei Stunden pro Woche Sport treibt, für den Rest der Republik bleibt noch viel zu tun ...

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