Ärzte Zeitung online, 29.07.2013

Leitartikel zu Krebsregister

Vom Flickenteppich zum Qualitätsvergleich?

Jahrzehntelang war das Aufdecken von Qualitätsunterschieden oder Transparenz in der Versorgung unerwünscht. Die Zeiten haben sich geändert: Mit der bundesweiten Einführung von klinischen Krebsregistern bis Ende 2017 soll mehr Transparenz in die onkologische Versorgung. Aber noch fehlen rund 30 Register.

Von Jürgen Stoschek

Krebsregister: Vom Flickenteppich zum transparenten Qualitätsvergleich?

MRT-Aufnahme eines Tumors. Künftig sollen in flächendeckenden Krebsregister Daten von Patienten erfasst werden.

© Kasper / dpa

Mit der flächendeckenden Einführung von klinischen Krebsregistern in ganz Deutschland wird die onkologische Versorgung in Zukunft nicht nur für die behandelnden Ärzte, sondern auch für Patienten transparenter.

Denn die klinischen Krebsregister sollen Qualitätsvergleiche in der Behandlung von Krebspatienten in Kliniken und Praxen ermöglichen und so auch zu einer Verbesserung der Versorgung führen.

Personenbezogen werden künftig alle Daten erfasst, die im Verlauf einer Krebserkrankung anfallen, von der Diagnose über jeden einzelnen Behandlungsschritt bis hin zur Nachsorge, zu Rezidiven und dem Tod.

Dass dies künftig möglich sein wird, ist dem Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) zu verdanken, das am 9. April in Kraft getreten ist. Darin werden die Bundesländer verpflichtet, flächendeckende klinische Krebsregister mit einem vorgegebenen Aufgabenspektrum einzurichten.

Die Einführung klinischer Krebsregister war jahrzehntelang umstritten. Das Aufdecken von Qualitätsunterschieden in der Behandlung und Transparenz in der Versorgung waren lange Zeit nicht erwünscht oder wurden gar behindert.

Die Zeiten haben sich geändert. Heute ist Benchmarking und Qualitätsverbesserung ein Gebot der Stunde ...

Jetzt gleich lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »