Ärzte Zeitung, 10.01.2014

Rettungsdienst

Täglich 155 Reanimationen

NEU-ISENBURG. Etwa 155 Menschen werden in Deutschland jeden Tag durch den Rettungsdienst reanimiert.

Am 10. und 11. Januar wollen Notfallmediziner in Bad Boll zehn Thesen erarbeiten, um die in Deutschland schlechten Kenntnisse der Reanimation zu verbessern.

Ob eine Wiederbelebung letztendlich erfolgreich ist, hängt im wesentlichen davon ab, ob erste korrekte Reanimationsversuche von am Unfallort anwesenden Laien möglichst rasch unternommen worden sind.

"Im internationalen und europäischen Vergleich ist der Anteil der Erste-Hilfe-Maßnahmen durch Laien in Deutschland eher ernüchternd", sagt Privatdozent Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Ärztlicher Leiter der Notfallmedizin um Uniklinikum Schleswig-Holstein.

Daten aus dem von Kiel aus geleiteten Deutschen Reanimationsregister, das bundesweit Wiederbelebungsmaßnahmen erfasst und analysiert, belegten, dass mit 17 Prozent begonnener Maßnahmen ein erheblicher Rückstand zu Ländern wie den Niederlanden (60 Prozent) oder Skandinavien (bis zu 70 Prozent existiert.

Die Experten wollen nun ausloten, wie diese Quote in Deutschland verbessert werden kann.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Natürliche Cholesterinsenker" bei Statin-Intoleranz?

Nahrungsergänzungsmittel als "natürliche Cholesterinsenker" sind umstritten. Bei Patienten mit Statinunverträglichkeit können sie aber hilfreich sein. Was empfehlen Experten? mehr »

Bei der Digitalisierung viel Luft nach oben

Die KBV hat nachgefragt, was sich in Sachen Digitalisierung in den Arztpraxen schon getan hat. Fazit: Manches ist schon umgesetzt. Wo sind noch ungenutzte Chancen? mehr »

Forscher entdecken Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben

12.43Eine Pilotstudie hat winzige Plastikpartikel in menschlichen Stuhlproben gefunden – weltweit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat unterdessen eine erste Stellungnahme abgegeben. mehr »