Ärzte Zeitung, 01.12.2016

Geburtshilfliche Versorgung

Studie über Hebammen in Nordrhein-Westfalen

KÖLN. Die Hochschule für Gesundheit in Bochum (hsg) will die geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Nordrhein-Westfalen unter die Lupe nehmen. Für ein entsprechendes Forschungsprojekt hat die Einrichtung jetzt einen Förderbescheid über 400.000 Euro vom Landeszentrum Gesundheit NRW erhalten.

"Bislang wissen wir leider zu wenig über die gesundheitliche Versorgung von Frauen in der Lebensphase von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und der frühen Familienphase durch Hebammen – aus Sicht der Frauen wie auch aus Sicht der Hebammen selbst", sagte Nicola Bauer, Leiterin des Studienbereichs Hebammenwissenschaft bei der Hochschule für Gesundheit.

Eine quantitative Querschnittstudie soll zeigen, inwieweit Frauen Hebammenleistungen tatsächlich in Anspruch nehmen. Dazu werden Frauen vier Monate nach der Geburt ihres Kindes befragt. Zum anderen wollen die Wissenschaftler die Zahl der Hebammen, ihr Leistungsangebot sowie ihre Tätigkeitsfelder im klinischen und außerklinischen Bereich ermitteln.

Damit setze die hsg eine Empfehlung des Runden Tisches Geburtshilfe um. "Der Runde Tisch Geburtshilfe in Nordrhein-Westfalen hat dazu beigetragen, dass klar aufgezeigt wurde, wie viele und welche Daten uns fehlen, um die Hebammenversorgung in NRW zu beurteilen", erklärte hsg-Präsidentin Professor Anne Friedrichs. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »