Ärzte Zeitung online, 25.10.2017

Mecklenburg-Vorpommern

Klinik-Chefs fordern Steuergeld für Digitalisierung

SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Krankenhäuser fordern, die Digitalisierung des stationären Sektors aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Begründung: Die stationäre Gesundheitsversorgung sei wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge.

Andere Länder hätten bereits erkannt, dass diese Investition "zu einem Quantensprung in der Patientenversorgung führt" und entsprechend gehandelt, hieß es vom Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) bei den jüngsten Rügener Krankenhaustagen.

Mecklenburg-Vorpommerns VKD-Landeschef Dr. Falko Milski nannte die Digitalisierung "eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für uns in den kommenden Jahren". Er verwies darauf, dass mit Hilfe von Telematik eine gleichwertige Gesundheitsversorgung in Städten und auf dem Land gewährleistet werden könne.

Von der Digitalisierung verspricht sich der VKD wirtschaftlichere Arbeitsabläufe, Entlastung von Bürokratie und mehr Zeit für Patienten. "Die Arbeit der Ärzte und Pflegenden wird sich dadurch auch verändern. Sie werden sich daran gewöhnen, dass die Patienten ganz anders in die Behandlung einbezogen werden können als bisher", so der VKD.

Über die dafür nötigen Investitionsmittel verfügen die Kliniken nach VKD-Darstellung nicht. Erforderlich sei deshalb eine "nationale Investitionsoffensive". (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »