Ärzte Zeitung online, 31.10.2008

460 Ärzte nach Richtgrößenprüfung in Bayern von Regressen bedroht

REGENSBURG (eb). Rund 460 niedergelassenen Ärzten in Bayern drohen Regresse. Sie sollen 2006 ihre Richtgrößen erheblich überschritten haben.

Der Leiter der Prüfungsstelle Ärzte, Jörg Hofmayer, teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur ddp in Regensburg mit, die betroffenen Ärzte müssten jetzt nachweisen, dass außergewöhnliche Patienten-Risiken die Überziehungen im Jahr 2006 verursacht hätten. Ansonsten kämen Regressforderungen der Kassen auf sie zu.

Bereits vor zwei Wochen erhielten diese Ärzte die Aufforderung der Prüfungsstelle, sich für ihr mit mehr als 25 Prozent überzogenes Richtgrößenvolumen zu rechtfertigen. "Wir haben bereits jene Praxen aussortiert, die ein erheblich erhöhtes Risiko nachweisen konnten", sagte Hofmayer. Er gehe deshalb davon aus, "dass so gut wie alle, die wir jetzt angeschrieben haben, auch tatsächlich unwirtschaftlich gearbeitet haben".

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