Ärzte Zeitung, 26.01.2009

Kommentar

Eigeninitiative für mehr Honorar

Von Matthias Wallenfels

Die Regelleistungsvolumen sorgen derzeit bei vielen niedergelassenen Haus- und Fachärzten für grundfeste Existenzängste. Personalentlassungen sind erste Antworten, auch Praxisschließungen gab es schon. Landauf, landab sind Niedergelassene eher in Selters- als in Sektlaune.

In solchen Zeiten wirkt der aktuelle Branchenreport Ärzte der HypoVereinsbank wie ein kleiner Muntermacher. Die Botschaft ist einfach und klar: Es gibt ein Leben mit dem Regelleistungsvolumen. Denn: Wer sich die ambulante Versorgungslandschaft genau anschaut, entdeckt mitten in der finanziell ariden Honorarlandschaft blühende Oasen. Nährboden für ein zusätzliches Honorar bieten nicht nur Selbstzahlerleistungen - das steht sowieso außer Frage -, sondern auch kassenfinanzierte Angebote wie das ambulante Operieren, Hausarztverträge und nicht zuletzt die Prävention.

Soll man doch schon wieder den Sekt kalt stellen? Keineswegs! Denn all die Optionen, die der Branchenreport den Ärzten aufzeigt, sind keine Selbstläufer. Um sich ihren Anteil am Finanzkuchen der Kassengelder zu sichern, müssen sich Ärzte erst aktiv um ihre Patienten kümmern und ihnen die Angebote auch schmackhaft machen. Dann besteht Hoffnung.

Lesen Sie dazu auch:
Es ist noch Luft drin für zusätzliches Honorar

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