Ärzte Zeitung, 17.07.2009

Ärztekammerchef warnt vor Vorverurteilungen

MÜNSTER (iss). Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Theodor Windhorst, warnt vor einer Vorverurteilung der Ärzte, gegen die wegen der Annahme von Zuwendungen durch das Unternehmen ratiopharm ermittelt wird. "So lange es keine endgültigen Erkenntnisse gibt, gilt für mich die Unschuldsvermutung", sagt Windhorst. Auch Ärzte in Westfalen-Lippe sind von den Ermittlungen betroffen.

Wenn sich die Vorwürfe als haltbar erwiesen, würden die Sanktionsmechanismen der ÄKWL greifen, so Windhorst. "Schwarze Schafe werden sich nicht hinter der Ärztekammer verstecken können." Die überwiegende Mehrheit der Ärzte arbeite aber redlich und leiste eine qualitativ hochwertige Medizin. "Wir dürfen in dem Arzt-Patienten-Verhältnis keine Kultur des Misstrauens entstehen lassen."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »