Ärzte Zeitung, 10.08.2009

NAV-Virchowbund stößt bei Hoppe auf scharfe Kritik

BERLIN (ble). Der Vorschlag des NAV-Virchowbundes, wonach Hausärzte für die Beratung über sowie das Ausstellen einer Patientenverfügung nach GOÄ bis zu 235,95 Euro berechnen könnten, ist bei der Bundesärztekammer auf entschiedene Ablehnung gestoßen.

"Eine solche Beratung ist mit ungefähr 40 Euro anzusetzen", widersprach ein Sprecher von Bundesärztekammerpräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" dem freien Ärzteverband.

Der NAV-Virchowbund hatte den Hausärzten am Freitag empfohlen, für zwei Beratungsgespräche im Umfang von zusammen bis zu 90 Minuten folgende Gebührenziffern geltend zu machen: A 860 (Erhebung einer biografischen Anamnese mit einer Bedingungs- und Funktionsanalyse des bisherigen Krankheitsgeschehens mit schriftlicher Aufzeichnung, bis zu 123,34 Euro); A 849 (Verbale Intervention im Rahmen der umfassenden Beratung, bis zu 30,38 Euro); A 5 (Untersuchung und Feststellung der für die Erstellung der Verfügung geforderten notwendigen Einsichtsfähigkeit und freien Willensbildung, bis zu 10,72 Euro) - sowie Ziffer A 80 (Erstellung und Ausfüllung der Patientenverfügung, Aushändigung des Exemplars für den Patienten sowie Archivierung, bis zu 40,23 Euro).

Eine solche IGeL-Leistung "sei sinnvoll, gesetzlich und gesellschaftlich erwünscht", so der NAV.

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