Ärzte Zeitung online, 20.08.2009

Die meisten sächsischen Ärzte zählen beim Honorar zu den Gewinnern

DRESDEN (tra). Bei mehr als jedem zweiten niedergelassenen Arzt oder Vertragspsychotherapeuten in Sachsen beträgt das Honorarplus im ersten Quartal dieses Jahres 15 Prozent oder mehr. Insgesamt erhalten acht von zehn Vertragsärzten und -psychotherapeuten mehr Entgelt als im gleichen Quartal des Vorjahres, informierte die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS).

Die meisten sächsischen Ärzte zählen beim Honorar zu den Gewinnern

Foto: Bilderbox

"Nicht alle Ärzte haben gewinnen können, aber niemand wird durch diese Veränderungen in den Ruin getrieben", kommentierte der KVS-Chef Dr. Klaus Heckemann die Ergebnisse.

Knapp fünf Prozent der Praxen verzeichnen aber Verluste von 15 Prozent und mehr. Vor allem bei Radiologen (16,7 Prozent aller Praxen der Facharztgruppe), Anästhesisten (14,8 Prozent) und Orthopäden (13,2 Prozent) ist das der Fall. Die KVS verhandelt derzeit mit den Kassen über die Möglichkeit von Ausgleichzahlungen in Härtefällen.

Von Seiten der KVS wird eine Obergrenze in Höhe von 10 000 Euro favorisiert, die Kassen schlagen zehn Prozent des Praxisumsatzes vor. "Wenn ein Arzt sagt, das langt nicht, wird auch dieser Fall geprüft. Dann muss er die konkreten wirtschaftlichen Verhältnisse offen legen", sagte KVS-Chef Heckemann. Betroffene haben die Anträge mit Begründung bei der KV zu stellen.

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