Ärzte Zeitung, 27.11.2009

PKV-Vertreter: Basistarif bringt Abwärtsspirale

KÖLN (spe). Ärzte sollten der Tatsache Rechnung tragen, dass Patienten im PKV-Basistarif keine "typischen" Privatpatienten sind. Dies forderte Christian Weber, 2. Stellvertretender Verbandsdirektor der Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV) auf dem 1. Bundeskongress für Privatmedizin in Köln. Zwischen Januar und September 2009 stieg die Zahl der Versicherten mit Basistarif nach Angaben des PKV-Verbandes von 5335 auf 11394. Gut ein Drittel hiervon sei beihilfeberechtigt, so Weber. Vor allem ältere PKV-Kunden würden von ihrem Wechselrecht in Kombination mit einer Zusatzpolice Gebrauch machen, um Beiträge zu sparen.

Hierdurch sei eine gefährliche Erosionsspirale in Gang gesetzt worden, da die Basistarife mehr und mehr durch die klassischen Tarife subventioniert werden müssten, kritisierte Weber. Neukunden interessierten sich zudem vornehmlich für "schlankere" Tarife und weniger für eine Vollversicherung.

Für die Zukunft gelte es daher, den Versorgungsstandard der PKV zu erhalten. Die Frage sei nicht, ob die PKV sich mehr in Richtung Voll- oder Zusatzversicherung entwickeln sollte. Vielmehr gelte es, das bestehende Verhältnis zwischen Voll- und Zusatzversicherung zu bewahren, betonte Weber.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Diese Akuttherapie lässt Hypertoniker Berge erklimmen

Wenn Hypertoniker in großen Höhen kraxeln, steigt ihr Blutdruck viel stärker an als bei ähnlicher Belastung auf tieferem Niveau. Eine Akuttherapie kann dagegen helfen, berichten Ärzte. mehr »

Nach Laborreform - Alte EBM-Nummer, aber neue Fallen für den Bonus

So viel hat sich bei den Ausnahme-Kennnummern im Labor zum 1. April gar nicht geändert. Doch ihre Wirkung auf Laborkosten ist völlig anders als bisher. Lesen Sie am Beispiel des Diabetes, wie Sie neue Fallen im Labor vermeiden. mehr »

Neue MS-Medikamente für weniger Schübe und weniger Behinderung

Wie innovative Medikamente und neue Behandlungsrichtlinien die Therapie bei MS optimieren – das ist ein Schwerpunkt beim Kongress der Europäischen Neurologen in Lissabon. mehr »