Ärzte Zeitung online, 23.12.2010

Privater Abrechnungsdienstleister übt Kritik an GKV-Finanzierungsgesetz

STUTTGART (maw). Das ab 2011 geltende GKV-Finanzierungsgesetz stößt auf Kritik bei der Privatärztliche Verrechnungsstelle Baden-Württemberg (PVS BW).

Nach Ansicht des privaten Abrechnungsdienstleisters PVS BW verfolgt das GKV-Finanzierungsgesetz richtige Ansätze, doch verfoolge der Gesetzgeber damit nicht das "notwendige Zielbewusstsein", wie es in einer Mitteilung heißt. Konzeptionelle Antworten auf die Frage, wie moderne Medizin angesichts von medizinischem Fortschritt und demografischer Entwicklung in Zukunft bezahlt werden solle, gebe das Gesetz nicht.

Klarheit über Kopfpauschale und Zusatzbeiträge fehle ebenso wie zur Frage nach dem Solidarprinzip oder der zunehmenden Privatisierung der Krankenversicherung sowie zu strukturellen Ansätzen, wie Kostensteigerungen für die Versicherten zukünftig stabil gehalten werden können, so die PVS BW.

Sie setzt sich dafür ein, "die Patienten und die ärztliche Behandlung wieder stärker in den Mittelpunkt der Gesundheitspolitik zu rücken".

Zu ihren Eckpunkten für die Gesundheitspolitik gehörten die Erhaltung und Modernisierung des zweigleisigen Krankenversicherungssystems, mehr Flexibilität bei den Versorgungsformen, die Modernisierung der Gebührenordnung für Ärzte, die Stärkung der ärztlichen Freiberuflichkeit gegenüber Regulierung sowie bessere Arbeitsbedingungen respektive die optimierte Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Kliniken und Praxen

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