Ärzte Zeitung, 15.03.2013

Bayerns Hausärzte fordern

Technische Leistungen aufwerten!

Der Bayerische Hausärzteverband will, dass auch technische Leistungen besser vergütet werden.

MÜNCHEN. Eine deutliche Honorarverbesserung insbesondere für typische hausärztliche Versorgungsleistungen hat die Delegiertenversammlung des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) gefordert.

In einer Entschließung begrüßten die Delegierten die Absicht, den hausärztlichen Versorgungsauftrag im Zusammenhang mit der EBM-Reform besser zu definieren und in einem eigenen hausärztlichen EBM abzubilden.

Freie Gesprächsziffern sollen im neuen EBM begrenzt werden

Konkret forderten die Delegierten, dass die Stärkung der Leistungen der hausärztlichen Grundversorgung deutlich über dem bisherigen Einkommen liegen soll.

Um die wirtschaftliche Basis der Hausarztpraxen zu fördern, müssten technische Leistungen besser vergütet werden.

"Die Finanzierung technisch gut ausgestatteter Praxen und damit die Amortisation technischer Geräte liegen im Verantwortungsbereich der Kassen und dürfen nicht alleine im Rahmen einer Honorarumverteilung durch die Hausärztinnen und Hausärzte selbst finanziert werden", heißt es in der Entschließung.

Darüber hinaus forderte die Delegiertenversammlung, freie Gesprächsziffern im neuen EBM zu begrenzen. So werde vermieden, dass die Herausnahme der Gesprächsleistung aus der Versichertenpauschale zu einer Benachteiligung großer Versorgerpraxen führt.

Regionale Versorgungsstrukturen gehören honoriert

Die zusätzlichen 14 Millionen Euro, die ab 1. Juli 2013 für geriatrische und palliativmedizinische Leistungen in Bayern zur Verfügung stehen, sollten als typische Versorgungsleistungen der Hausärzte in entsprechende EBM-Ziffern umgesetzt werden.

Im neuen EBM müsse außerdem sichergestellt werden, dass Mengenausweitungen bei Fachärzten, die sich aus der Neudefinition einer fachärztlichen Grundversorgung ergeben, nicht zu einer Neuberechnung des Trennungsfaktors führen und damit den Druck auf den hausärztlichen Honorartopf erhöhen.

Auch sollten die Kassenärztlichen Vereinigungen die Möglichkeit haben, regionale Versorgungsstrukturen in der Honorierung umzusetzen. (sto)

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