Ärzte Zeitung, 08.04.2015

Honorar

Bayern gleicht Einbußen im Notdienst aus

Die KV Bayerns will über den HVM Honorareinbußen durch die Abwertung der Konsultationspauschalen im organisierten Notdienst ausgleichen.

MÜNCHEN. Die zu Jahresbeginn eingeführten EBM-Änderungen zur Vergütung von Leistungen im organisierten Notdienst haben zu einer Absenkung der Notfallpauschalen und zu einer Aufwertung des Besuchs geführt.

Bei Ärzten, die ihren Dienst in ihrer Praxis oder in einer Bereitschaftsdienstpraxis ableisten und die keine oder nur wenige Hausbesuche abrechnen, führen die EBM-Änderungen zu Honorarrückgängen.

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) hat deshalb jetzt für das 1. Halbjahr 2015 eine Konvergenzregelung zum HVM beschlossen, die einen Ausgleich für die Abwertung der Notfallkonsultationspauschalen vorsieht.

Der Konvergenzaufschlag liegt je nach GOP zwischen 0,82 Euro und 13,25 Euro. Die Umsetzung der Konvergenzregelung erfolgt durch die KVB.

Mit der EBM-Änderung wurde zugleich der Besuch im Notdienst von 48,17 Euro auf 79,91 Euro aufgewertet.

Um eine Mengenausweitung bei den Hausbesuchen zu vermeiden, wird deshalb in Bayern im Rahmen der Honorarverteilung dieses Jahr ein eigener Topf für Besuche im Bereitschaftsdienst gebildet, der auf der Grundlage der Häufigkeit der Besuche im Bereitschaftsdienst 2014 und der neuen Bewertung von 79,91 Euro gefüllt wird.

Kommt es in diesem Jahr zu einer Zunahme der Hausbesuche, erfolgt eine Quotierung, wobei aber eine Vergütung von 48,17 Euro für den Besuch garantiert wird, so der Beschluss der Vertreterversammlung. (sto)

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