Ärzte Zeitung online, 13.08.2015

Ebola-Verdacht

Ministerium entschädigt Hausärztin

Einer Ärztin wird nach dem Einsatz im Ebola-Gebiet der Verdienstausfall in der Praxis kompensiert.

DRESDEN/STOLLBERG. Die Hausärztin Sabine Kirchner aus Stollberg im Erzgebirge ist nach einem Ebola-Verdacht vom sächsischen Sozialministerium für ihren Verdienstausfall entschädigt worden.

Knapp 4000 Euro habe die Medizinerin erhalten, berichtet die "Freie Presse". Kirchner hatte drei Wochen lang nur eingeschränkt arbeiten dürfen (wir berichteten ausführlich).

Im Herbst 2014 war die Medizinerin ins afrikanische Liberia gereist und hatte dort ehrenamtlich mit Krankenschwestern und Ärzten gearbeitet. Dabei habe sie keinen Kontakt zu Ebola-Kranken gehabt, erklärte sie selbst.

Das Gesundheitsamt verhängte nach ihrer Rückkehr eine Tätigkeitssperre bis zum Ende der üblichen Inkubationszeit.

Als Kompromiss wurde damals ausgehandelt, dass die Ärztin Patienten mit einem vorgeschriebenen Mindestabstand von einem Meter "behandeln" durfte. (lup)

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