Ärzte Zeitung, 03.11.2015

Neue GOÄ

"Die Zahnärzte sind keine Krawallmacher"

Öffnungsklausel oder nicht? Angemessene Struktur der GOÄ für Freiberufler? Die Diskussion zwischen BÄK und Zahnärzten läuft weiter.

NEU-ISENBURG. Die Bundesärztekammer (BÄK) zeigt weiterhin Optimismus zum Projekt der neuen Gebührenordnung für Ärzte: "Wir kommen bei den Verhandlungen über den Paragrafenteil, die Gesetzesinitiative und weiterer Punkte der neuen GOÄ gut voran", äußerte sich am Dienstag Dr. Theodor Windhorst, Vorsitzender des Ausschusses Gebührenordnung bei der BÄK, auf Anfrage der "Ärzte Zeitung".

Angesichts der "Notwendigkeit, Vertraulichkeit zu wahren", sei es "sicher nicht zielführend, wenn in der Öffentlichkeit Unterstellungen und Vermutungen verbreitet werden, die auch inhaltlich falsch sind", so Windhorst in Reaktion auf öffentlich bekannt gewordene kritische Stellungnahmen der Zahnärzte und aus dem Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa) in den vergangenen Tagen.

Im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" bedauerte auch Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer, dass der Brief der Zahnärzte an die BÄK durch eine Indiskretionöffentlich geworden sei. Es sei den Zahnärzten darum gegangen, "inhaltlich konstruktiv Kritik zu üben". "Wir sind keine Krawallmacher", betonte Engel. Sachlich hielt er seine Kritik aufrecht: So wie die GOÄ jetzt geplant sei, sei die "Struktur einer privaten Gebührenordnung zu erkennen, die einem Freien Beruf nicht gerecht wird". Auch Bedenken zu einer Öffnungsklausel über die Regelung für "Innovative Elemente zur Verbesserung der Versorgung" (§ 11b, Bundesärzteordnung) bestehen laut Engel weiter. (ger)

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