Ärzte Zeitung, 21.12.2015

EBM

Neues Jahr, neue Positionen

2016 finden neue Leistungen Eingang in den EBM.

BERLIN. Vertragsärzte können nächstes Jahr zusätzliche Leistungen zu Lasten der Krankenkassen abrechnen.

Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert, wird die Tumordiagnostik mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zum 1. Januar 2016 als neue Leistung in den EBM aufgenommen.

Die Vergütung erfolge außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und demzufolge zu festen Preisen. Damit könnten Nuklearmediziner und Radiologen PET und PET/CT ab Jahresbeginn über den EBM abrechnen.

Ebenfalls zu Jahresbeginn werden die Abrechnungsbestimmungen für geschlechtsspezifische EBM-Gebührenpositionen angepasst. Patienten mit unbestimmtem Geschlecht werden dann eigens berücksichtigt.

Das Personenstandsgesetz sieht vor, dass die Eintragung eines Neugeborenen in das Geburtenregister ohne Angabe des Geschlechts zu erfolgen hat, wenn das Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann.

Bei Patienten mit unbestimmtem Geschlecht und der Kennzeichnung "X" für das unbestimmte Geschlecht auf der elektronischen Gesundheitskarte sind geschlechtsspezifische GOP entsprechend dem organbezogenen Befund berechnungsfähig.

Belegärztlich tätige Urologen können laut KBV die Holmium-Laserresektion (HoLRP) und die Holmium-Laserenukleation (HoLEP) der Prostata als anerkannte Behandlungsmethoden ab 1. April 2016 über den EBM abrechnen. Auch hier erfolge die Vergütung zu festen Preisen. (maw)

Die Beschlüsse zum EBM im Internet: institut-ba.de (>>Bewertungsausschuss >>Beschlüsse)

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Abrechnung / Ärztliche Vergütung (8251)
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