Ärzte Zeitung, 10.05.2016

GOÄ-Reform

Verbändegespräch sorgt erneut für Kritik

NEU-ISENBURG. Vor dem Spitzengespräch zwischen BÄK und den Verbänden zur GOÄ-Novelle am Mittwoch hat sich der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) nochmals kritisch geäußert.

Das Gespräch werde "nach wie vor nur mit einigen wenigen Verbänden durchgeführt". "Die BÄK hat wiederum eine Möglichkeit ausgelassen, möglichst alle Berufsverbände von Beginn an in die neue Novellierung der GOÄ mit einzubeziehen", zeigt sich BDI-Präsident Dr. Hans-Friedrich Spies enttäuscht.

Der Verband zeigt sich zudem überrascht, dass die Gespräche "auf Grundlage eines mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) abgestimmten Entwurfstandes der Leistungslegenden erfolgen sollen".

Den Verbänden sei bisher nämlich stets mitgeteilt worden, dass die vom BÄK-Vorstand im März abgelehnte Vorlage zur GOÄ gerade nicht mit dem BMG abgestimmt gewesen sei.

Der BDI fordert die BÄK daher auf, die Legenden und Bewertungen zunächst nur mit den Berufsverbänden und Fachgesellschaften zu besprechen.

"In der jetzigen Situation ist es wichtig, in einem ersten Schritt ein von der gesamten Ärzteschaft konsentierten Entwurf zur GOÄneu zu erarbeiten", heißt es in einer Mitteilung des Verbands. (reh)

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