Ärzte Zeitung online, 09.09.2016

Aufklärungsgespräch

Neue EBM-Leistung im Mammografie-Screening

Ab 1. Oktober wird das Aufklärungsgespräch vor der Mammografie als eigene Leistung in den EBM aufgenommen.

Berlin. Der Bewertungsausschuss hat in seiner 382. Sitzung beschlossen: . Das Aufklärungsgespräch vor der Mammografie wird zum 1. Oktober als eigene Leistung in den EBM aufgenommen.

Die Leistung können der programmverantwortliche Arzt sowie von ihm beauftragte Ärzte des Mammografie-Screening-Programms abrechnen, wie die KBV am Donnerstag mitgeteilt hat. Beauftragte Ärzte müssen berechtigt sein, mindestens eine der Gebührenordnungspositionen (GOP) 01750 bis 01759 abzurechnen.

Die neue EBM-Nummer 01751 sieht einen persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt und ein Gespräch von mindestens fünf Minuten mit der Patientin vor.

Dieses Gespräch muss vor der Röntgenuntersuchung beider Mammae (Mammografie, EBM-Nr. 01750) erfolgen und soll über Hintergründe, Ziele, Inhalte und Vorgehensweise des Früherkennungsprogramms informieren.

Findet das Gespräch am selben Tag wie die Mammografie statt, müssen jeweils die Uhrzeiten bei der Abrechnung angegeben werden, wie im Beschluss des Bewertungsausschusses vermerkt ist.

Die EBM-Nr. 01751 ist je vollendete fünf Minuten mit 63 Punkten bewertet. Sie werde extrabudgetär vergütet, so die KBV. Sie könne je nach Aufklärungsbedarf der Patientin mehrfach, jedoch höchstens dreimal im Krankheitsfall (innerhalb eines Jahres) berechnet werden. (ger)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »