Ärzte Zeitung, 21.10.2016
 

GOÄ-Reform

Das ist der Stand der Dinge

Mit der neuen GOÄ verbinden sich hochgesteckte Erwartungen – aber auch schon jede Menge Enttäuschungen. Jetzt spricht Verhandlungsführer Dr. Klaus Reinhardt.

FRANKFURT/MAIN. Nach etlichen Querelen um erste Details der laufenden GOÄ-Reform – insbesondere der neuen Honorarsystematik und der geplanten "Gemeinsamen Kommission" – gab der Hamburger Ärztetag nach personellem Reset seiner Verhandlungsführung grünes Licht für den Fortgang der Gespräche.

Wie es aktuell darum steht, berichtet bei einem Plenumsvortrag zum Tag der Privatmedizin Dr. Klaus Reinhardt ("Neustart GOÄ – ein Blick zurück nach vorn!"). Reinhardt ist Vorsitzender der GOÄ-Kommission der Bundesärztekammer und Vorsitzender des Hartmannbundes.

Kurz nach der Wahl zum Mit-Verhandlungsführer auf dem Deutschen Ärztetag in Hamburg gab Reinhardt im Video-Interview mit der "Ärzte Zeitung" bereits einen Einblick in den GOÄ-Fahrplan.

Unlängst ließ Reinhardt nun verlauten, dass die Konsultation der Fachverbände zum Leistungsspektrum und zu den Leistungslegenden der neuen GOÄ "sehr strukturiert und konstruktiv" verlaufe. Ein Großteil des Pensums, das man sich vorgenommen habe, sei bereits abgearbeitet. Im nächsten Schritt müssen die Ergebnisse dieser Gespräche mit der PKV erörtert werden.

Gegenüber der "Ärzte Zeitung" äußerte Reinhardt sich zuversichtlich, dass es bis Ende dieses Jahres einen "allgemein konsentierten Legendenstand" geben werde. Anschließend folgt die Bewertung der rund 4500 Leistungspositionen. Auch das werde innerärztlich zunächst mit den Fachverbänden abgestimmt. (eb)

[27.10.2016, 08:20:39]
Henning Fischer 
Nachtrag: Hartmannbund

was war das noch mal?
 zum Beitrag »
[27.10.2016, 08:17:29]
Henning Fischer 
ich lasse mich gerne als fundamentalistisch bezeichnen

wenn ich feststellen muß, daß mich die Unfähigkeit der BÄK bisher etwa

250.000 Euro

gekostet hat (gegenüber den normalen Gehaltssteigerungen angestellter Ärzte in den letzten 30 Jahren)

Äußerungen des Herrn Dr. Reinhardt hier vor Ort am 4.10.2016:

- Ärzte verdienen im Vergleich zu anderen Freiberuflern immer noch sehr gut

- die PKV muß die Beiträge ja jetzt schon zweistellig erhöhen. Wenn wir da auch noch überzogen fordern, steigen auch unsere Beiträge

Daher hält er (siehe Ärzteblatt) eine Erhöhung der GOÄ-Sätze von minusetwas bis ca. 5% für angemessen (bei einem derzeitigen Stand von -30% und massivsten Verlusten in den letzten Jahrzehnten)

Nachdem uns mehrfach verkündet wurde, daß die GOÄ nun fast fertig ist, fängt man jetzt an, die Qualität zu verbessern, um dann wieder einmal in ein paar Jahren fertig zu werden.

Mag sich jeder sein Teil denken.

 zum Beitrag »
[26.10.2016, 22:04:26]
Matthias Männel 
???
Irgendwie nix Neues, seit mehr als 10 Jahren..................... zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

"Gelegenheits-Chirurgie ist nicht akzeptabel"

Die Risiken, direkt im Zusammenhang mit einer Op im Krankenhaus zu sterben, sind in Häusern mit geringen Fallzahlen höher als in spezialisierten Kliniken. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »