Ärzte Zeitung, 14.12.2016
 

Laborbudget

Hausärzte sollen sich wehren

BERLIN. Zu Widersprüchen gegen ihre Honorarbescheide rät der Verband Berliner Hausarzt-Internisten (VBHI) seinen Mitgliedern. "Nach wie vor ist die Problematik, dass gesetzeswidrig fachärztliche Laborleistungen von Hausärzten mitfinanziert werden, von der KBV nicht gelöst", so Verbandschef Dr. Detlef Bothe.

Deshalb müssten beim Überschreiten des Labortopfes auch die Hausärzte nachschießen. "Das kostet die Berliner Hausärzte zirka vier Millionen Euro im Jahr". Bothe bedauert, dass der Vorstand der KV Berlin sich nicht bereit erklärt habe, die Honorarbescheide wegen dieses Problems unter Vorläufigkeit zu stellen.

Bis die KBV die Berechnung der Labortöpfe angepasst hat, empfiehlt Bothe, für jedes Quartal Widerspruch einzulegen. Dazu rät laut Bothe auch der Fachausschuss für die hausärztliche Versorgung der KBV. (ami)

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