Ärzte Zeitung, 14.12.2016
 

Honorar

Kassen und KBV einigen sich über NäPA

BERLIN. Die Leistungen der Nichtärztlichen Praxisassistenten (NäPA) sollen im kommenden Jahr aufgewertet werden, zugleich soll Hausärzten der Zugang zu den NäPA-Leistungen erleichtert werden. Darauf haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Krankenkassen diese Woche im Bewertungsausschuss geeinigt.

Laut einem Video-Interview mit KBV-Vize Regina Feldmann sollen die Beschlüsse dazu beitragen, dass die 118 Millionen Euro auch vollständig abgerufen werden, die zur Vergütung von NäPA-Leistungen vorgesehen sind.

Demnach sollen in Zukunft schon Praxen mit 700 statt wie bisher 860 kurativ-ambulanten Fällen die NäPA-Leistungen nach EBM-Nrn. 03060, 03062 und 03063 abrechnen können. Die Strukturpauschale werde zugleich um 12 auf 34 Punkte erhöht und der Hausbesuch um einen Euro aufgewertet. Hausärzte könnten durch eine NäPA auf Zusatzeinnahmen von 10.000 Euro zur Finanzierung dieser Struktur kommen, so Feldmann weiter.

Feldmann zeigte sich "sehr zufrieden" mit den Ergebnissen. Sie hoffe, nun mehr Hausärzte dazu bewegen zu können, "diese Struktur einzuführen. Wir brauchen diese Unterstützung in den Hausarztpraxen", betonte Feldmann. Nach ihrer Aussage hat es noch keine Einigung darüber gegeben, was mit den bisher nicht abgerufenen NäPA-Geldern geschehen soll. Darüber sollen sich nach Beschluss des erweiterten Bewertungsausschusses Ärzte und Kassen bis Ende März 2017 einigen. (ger)

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